| Da Tatsache ist, dass wir uns sozusagen „berufsmäßig“ seit vielen Jahren intensiv mit Edelstählen und ihren vielfältigen metallurgischen Aspekten beschäftigen. Deshalb werden wir oft von Kunden auf die zur Zeit im Armbanduhrenbereich erhältlichen Stähle angesprochen. Man möchte wissen, welcher nun derjenige ist, der die größte Korrosionsbeständigkeit und Härte bietet. Da eine pauschale Antwort zwar möglich wäre, aber einige Teilaspekte unbeachtet ließe, möchten wir im Folgenden versuchen dieses Themenfeld zu erörtern. Für unsere neuen Automatikmodelle wählten wir einen ultra-harten, hoch korrosionsbeständigen, austenitischen Edelstahl. Nachfolgend möchten wir dieses, unserer Meinung nach revolutionäre Material mit anderen gängigen Edelstählen nach einem bekannten Prüfverfahren auf ihren Widerstand gegen Lochkorrosion (Pitting Resistance Equivalent PRE) vergleichen. Dieser Widerstand lässt sich über die jeweiligen Legierungsbestandteile mit nachstehender Formel berechnen: PRE = %Cr(Chrom) + 3,3 x %Mo(Molybdän) + 30 x %N(Stickstoff) Dies ergibt folgende PRE – Werte für die getesteten Stähle: 1. Uhrenedelstahl AISI 304 PRE – Wert ca. 20 Wir denken, dass die oben genannten Werte bereits ohne weitere Erläuterungen dazu dienen können, ein qualitatives Urteil in bezug auf die Korrosionsbeständigkeit unseres neuen Stahls zu fällen. Auf diesen in Zukunft bei uns verwendeten Stahl, den wir durchgehärtet mit einer Oberflächenhärte von 1600 HV anbieten (Edelstahl 316L : 190-210 HV), gehen wir an dieser Stelle in Kürze näher ein. Von echter Seewasserbeständigkeit spricht man übrigens erst ab einem PRE – Wert von ca. 32. Sportuhren aus herkömmlichen Edelstahl sollten aus diesem Grund nach dem Schwimmen oder Tauchen im Meer mit Süßwasser abgespült werden. |
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