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EPS®-Spirale

Isochronismus ist das A und O jeder Zeitmessung, die auf Schwingungen irgendwelcher Art beruht:
auf den Schwingungen eines Pendels, eines Quarz oder einer Unruh. Je regelmäßiger die Schwingung ausfällt, desto regelmäßiger ist der Gang des Uhrwerks und umso besser lässt sich dieses für höchstmögliche Ganggenauigkeit einstellen. Schwingt ein Regelorgan vollkommen gleichmäßig, nennt man es isochron (griechisch für „gleich in der Zeit“). In diesem Zusammenhang hat sich der Isochronismus der klassischen Unruh tragbarer mechanischer Uhren für die Uhrmacher und Techniker als größte Herausforderung herausgestellt. Als wesentliche Störfaktoren gelten vor allem
- Die asymmetrische Entwicklung (Ein- und Ausschwingen, resp. Atem) der Spirale,
- Die Veränderung der Elastizität der Spirale in Abhängigkeit der Temperatur,
- Der Einfluss magnetischer Störfelder,
- Mechanische und thermische Materialveränderungen an den beiden Befestigungspunkten der Spirale,
- Der Einfluss der Zentrifugal- und Schwerkraft auf die Spirale,
- Die Unwucht der Unruh
- Das Spiel zwischen den Rückerstiften.
Die Eigenschaften des EPS®-Materials allein genügen nicht, um das Phänomen der asymmetrischen Entwicklung einer flachen Spiralfeder zu lösen. Unser Forscherteam suchte deshalb nach einem Weg und fand diesen in einem neuartigen Endkurvendesign, das sich innerhalb der Schwingebene der Spirale verwirklichen ließ. Es zeigt sich in einer auffälligen Verdickung am äußeren Ende, welche die EPS®-Spirale in eine konzentrische Entwicklung zwingt, wodurch das Aus- und Einschwingen auf allen Seiten der Schwingebene symmetrisch zum Zentrum der Spirale erfolgt. Diese Idealform der Verdickung wurde zum Patent angemeldet.
Die EPS®-Spirale wird in einem Stück gefertigt, das heißt, sie hat eine integrierte Spiralrolle zur Befestigung an der Unruhwelle und am äußeren Ende wird sie in einem sehr genau definierten Bereich in das Spiralklötzchen „eingeklipst“. Die winzigen Klemmbacken dieses Spiralklötzchen sind federnd ausgeführt, so dass der Ansteckpunkt der Spirale noch korrigiert werden kann, in dem die Spirale durch das Spiralklötzchen gezogen oder geschoben wird. Diese neuartige Ausführung des Spiralklötzchens wurde zum Patent angemeldet.
Bei herkömmlichen Spiralen wird das Innenende durch Löten, Schweißen oder Festklemmen an der Spiralrolle befestigt. Dies bewirkt eine strukturelle Veränderung des Spiralenmaterials an den Befestigungsstellen durch Quetschen oder Erhitzen, was wiederum zusätzliche Einstellarbeiten erfordert.
Mit unserer EPS®-Spirale haben wir ein Schwingorgan geschaffen, das mehrere entscheidende Vorteile bietet: Die EPS®-Spirale schwingt ideal konzentrisch. Sie ist auf Isochronie konzipiert unabhängig von der Temperatur, von der Lage des Uhrwerks und von Magnetfeldern.
EPS®-Spiralen mit durchgängig identischer Qualität:
Die Herstellung der EPS®-Spirale erfolgt wie beim Silizium-Ankerrad in einem DRIE-Tiefätzverfahren
(Deep Reactive Ion Etching), das später näher beschrieben wird. Das Material besitzt eine durchgehend fehlerfreie polykristalline Struktur und kann mit Toleranzen im Mikrometerbereich bearbeitet werden. Dementsprechend sind alle EPS®-Spiralen von durchgängig gleich bleibender und extrem hoher Qualität, die sich auf den Gang der damit ausgestattenden Uhrwerke überträgt.
Die EPS®-Spirale ist Ausdruck der konsequenten Innovationspolitik unserer Manufaktur. Mit dieser Entwicklung bewegt sich Damasko an vorderster Front der Innovation und setzt gleichzeitig die entscheidenden Akzente, um ihren Neuheiten mit signifikanten Unterscheidungsmerkmalen eine markentypische Exklusivität zu verleihen. Ziel dieser Innovationsphilosophie ist auch im Fall der EPS®-Spirale, die Ganggenauigkeit und –stabilität mechanischer Uhren weiter zu steigern sowie die Langlebigkeit und Werthaltigkeit der Damasko Uhren zu erhöhen.
Damasko wird noch zahlreiche Tests durchführen, bevor die neuartige EPS®-Spirale in die breite Serienproduktion einfließen kann.
EPS®-Spirale von Damasko auf einen Blick
- Im Tiefätzverfahren (DRIE) hergestellt und zum Patent angemeldet
- Konzentrische Entwicklung, die durch zum Patent angemeldeter Geometrie, den Isochronismus verbessert
- Antimagnetisch
- Temperaturkompensation durch die Materialeigenschaften
- Keine thermische oder mechanische Beeinträchtigung an den Befestigungsstellen im Gegensatz zu herkömmlichen Spiralen
- Unempfindlichkeit gegen kleine Stöße
- Reduzierte Empfindlichkeit auf Zentrifugal – und Gravitationskräfte, da die EPS® dreimal leichter als herkömmliche Spiralen ist
- Keine Beeinträchtigung des Gangs durch wiederholte kleine Stöße im täglichen Gebrauch
- Entspricht den NIHS-Normen über zufällige standardisierte Stöße
Die nachstehenden Bilder verdeutlichen Die Flexibilität unserer EPS®-Spiralen:
Bild 1 zeigt die Spirale im entspannten Zustand – in der Ebene absolut Plan
Bild 2 zeigt unsere Spirale aus der Ebene ca. 6-7 cm gezogen – die einzelnen Windungen unterliegen starken Torsionskräften
Bild 3 zeigt die Spirale wieder nach dem Zugversuch im entspannten Zustand. Diese ist wieder absolut Plan in der Ebene – ohne bleibende, plastische Verformung

Bild 1

Bild 2

Bild 3
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