Bei der Entwicklung unserer neuen Krone wurden zwei, bei verschraubbaren Kronen generelle Schwachpunkte ins Auge gefasst:

Viele Kronen, die beim Verschrauben auskuppeln, sind oft schon nach kurzer Zeit defekt. Der Grund liegt zum einen an den formschlüssigen Kuppel- oder Verbindungselementen, die aus Platzgründen für den Formschluss meist nur einen Sechskant von einem Millimeter aufweisen, und an den verwendeten Materialien wie z.B. Messing, Neusilber oder weichen, ungehärteten Edelstahl. Dies hat zur Folge, dass sich die Aussenkanten des Sechskantes sehr schnell verrunden, und sich das Uhrwerk nicht mehr aufziehen, oder die Zeiger sich nicht mehr stellen lassen, da der erforderliche Formschluss in der Krone nicht mehr gegeben ist. Aus diesem Grund werden häufig Kronen verwendet, die nicht mehr auskuppeln, beim Verschrauben auf den Kronentubus muss das Werk mit aufgezogen werden.
Der zweite Ansatzpunkt sind die verwendeten Werkstoffe, da die Kronen meist aus dem gleichen Edelstahl wie auch die Gehäuse gefertigt werden, und somit relativ weich sind. Durch eventuelles Verkanten bzw. falsches Ansetzen des Kronenkörpers auf den Tubus, beim Verschrauben, kann sehr leicht der Gewindeanfang von Tubus oder Kronenkörper oder unter Umständen gleich das Gewinde zerstört werden, was ein erneutes, für die Dichtheit der Uhr wichtiges Verschrauben, nicht mehr möglich macht.

In unserem Haus wurde eine Krone entwickelt, die beim Verschrauben auf den Kronentubus auskuppelt, das heißt der Kronenkörper trennt sich von der Stellwelle und kann, ohne das Werk aufziehen zu müssen, sanft auf den Kronentubus aufgeschraubt werden. Durch eine ausreichende Dimensionierung der innenliegenden Mechanik und der Wahl der richtigen Werkstoffe ist es gelungen eine Krone mit bisher nicht erreichter Lebensdauer anbieten zu können.

Bei unserer neu entwickelten Kronenmechanik wird ein Sechskant für den Formschluß zum Ein- und Auskuppeln mit einer Schlüsselweite vom 2 mm eingesetzt. Da unsere Kronen und auch die darin befindliche Mechanik ebenso wie unsere Gehäuse auf ca. 60 HRC gehärtet sind, gehen wir von einer Lebensdauer dieser Kronen aus, die bisher nicht erreicht wurde. Dazu trägt auch der Einsatz von
Viton- Dichtungen (ein Material das um ein vielfaches chemisch beständiger ist als z. B. Nitril) bei, die im Kronentubus und an der Planfläche im Kronenkörper zum Einsatz kommen.

Selbstverständlich beinhaltet unser Kronentubus, ebenso wie unser Drückertubus, die von unserer Firma patentierte Schmierstoffzelle, die ein sanftes Gleiten der Kronenstellwelle bzw. der Drückerschäfte gewährleistet und die entstehende Reibung auf ein Minimum reduziert und gegen Null geht.

Der Kronentubus wird mittels eines Spezialwerkzeuges in das Gehäuse eingeschraubt und nicht wie bei anderen Herstellern gepresst. Zwischen Gehäuse und Tubus sorgt eine Vitondichtung für die notwendige Dichtheit.

Unsere neu entwickelte Krone ist Gebrauchsmustergeschützt, bzw. zum Patent angemeldet.

Krone

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